Die Erde im Wandel: Rund 500 Geowissenschaftler tagen in Hamburg
02.03.2012

Die Weltbevölkerung wächst, lebt vermehrt in bevölkerungsreichen Regionen und ist zunehmend vernetzt. Das macht sie anfällig für Naturgefahren wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen. Mehr als 500 Geowissenschaftler treffen sich am KlimaCampus, um sich auf der Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) auszutauschen. Diese findet vom 5.-8. März im Geomatikum in der Bundesstraße statt.


Vulkanausbruch auf Vanuatu in der Südsee UHH/KlimaCampus/M. Hort

Ein Forum zu Diskussion rund um Themen wie „Geophysikalische Erdsystemforschung“, „Passive Seismik in der Angewandten Geophysik“ oder „Naturgefahren und Geophysik“ bietet die diesjährige Tagung DGG.
In mehr als 400 Vorträgen und Präsentationen werden sich Wissenschaftler über aktuelle Strömungen der Forschung informieren. Schwerpunkte sind unter anderem Erdbeben und Vulkane, die besonders für bevölkerungsreiche Regionen oder sogenannte Megacities ein Risiko darstellen. Die geophysikalische Forschung liefert zentrale Informationen, um diese Gefahren abzuschätzen. „Die Geophysik spielt bei der Beurteilung und Frühwarnung vor Naturgefahren eine zentrale Rolle“, betont Prof. Matthias Hort, Direktor des geophysikalischen Instituts.
 
Weitere Themen der Tagung: Wie Eisberge entstehen, Erdfall-Forschung im städtischen Raum, oder Meeresbodenvulkane in der Ägäis. „Die ganze Breite der geophysikalischen Forschung wird vertreten sein“ sagt Tagungsleiter Prof. Torsten Dahm. „Besonders erfreut uns die große Anzahl von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die einen großen Teil der Beiträge stellen“.

Nicht nur Wissenschaftler, auch die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen: Am Montag, den 5. März, hält Prof. Heinrich Miller vom Alfred-Wegener Institut für Polar- und Meersforschung einen Vortrag über "Die geophysikalische Erkundung der Antarktis". Über "Klimawissenschaft – ist das Physik?" wird Prof. Hans von Storch am Mittwoch, den 7. März sprechen.

Weitere Informationen zur Tagung und das komplette Programm finden Sie hier.