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Der Wladimir-Peter-Köppen-Preis



Die Preisträgerin des Wladimir-Peter-Köppen Preises 2009: Dr. Hui Wan

Der Preis

Im Rahmen des Exzellenzclusters CliSAP am KlimaCampus der Universität Hamburg wird der Wladimir-Peter-Köppen-Preis für exzellente Klimawissenschaften ausgelobt. CliSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction) befasst sich mit aktuellen Fragen des Klimawandels und möglicher Änderungen im Klimasystem.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird für herausragende Promotionsarbeiten in der Klima- und Erdsystemforschung verliehen. Er wurde 2009 erstmals vergeben.

Nachwuchswissenschaftler aller Disziplinen aus dem deutschsprachigen Raum, deren Promotionsarbeit einen klaren Bezug zur Klimaforschung hat, können von ihren Betreuern, Professoren und Arbeitsgruppenleitern für den Preis vorgeschlagen werden. Die Kandidaten sollen bei Fertigstellung der Arbeit das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben. Die Promotion soll zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Die Jury

Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft eine Jury: das Steering Committee (SSC) des Exzellenzclusters. Im Einzelfall kann das SSC Fachgutachter hinzuziehen.

Das Preisgeld soll den wissenschaftlichen Zielen des Preisträgers zugute kommen. Die Verwendung ist in diesem Rahmen aber freigestellt. Der Preis kann aufgeteilt werden.

Die Bewerbung

Der Preis wird jährlich ausgeschrieben. Bitte reichen Sie Ihre Empfehlung zusammen mit der Promotionsarbeit des Nachwuchswissenschaftlers bis zum 31. März 2010 ein.

Kontakt

Dr. Ingo Harms
Universität Hamburg
KlimaCampus; CliSAP Office
Grindelberg 5
20144 Hamburg
Tel.:  040 42838 4206
Fax:  040 42838 4938
ingo.harms(at)zmaw.de

Die Die Preisvergabe erfolgt im jeweiligen Sommersemester.

Hier können Sie das Faltblatt zum Köppen-Preis herunterladen.

 

Der Namensgeber des Preises: Wladimir Peter Köppen


Wladimir Peter Köppen hat den deutschen Seewetterdienst und die Maritime Meteorologie aufgebaut.

Wladimir Peter Köppen wurde als Sohn deutscher Eltern 1846 in St. Petersburg, Russland, geboren und ging auf der Krim zur Schule, wo er sich schon früh für die Beziehung zwischen Pflanzen und Klimazonen interessierte. Später studierte er an den Universitäten von St. Petersburg, Heidelberg und Leipzig, wo er 1870 graduierte. Zwischen 1872 und 1873 war er beim Russischen Meteorologischen Dienst beschäftigt.

Nach Deutschland zog er 1875 zurück. Bis 1919 leitete er den damals neu geschaffenen Seewetterdienst an der Deutschen Seewarte in Hamburg, die als Vorläufer des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) angesehen werden kann. Der an Bedeutung zunehmende Seewetterdienst führte schließlich zur Gründung des Seewetteramtes, das heute Teil des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist. Beide Einrichtungen, BSH und Seewetteramt des DWD, sind in Hamburg beheimatet und Partner des Exzellenzclusters.

Die wichtigsten Forschungsfelder Köppens waren die maritime Meteorologie und die Paläoklimatologie, zu der er 1924 zusammen mit seinem Schwiegersohn Alfred Wegener ein bedeutendes Werk mit dem Titel „Die Klimate der geologischen Vorzeit“ veröffentlichte. Sein Werk „Geographisches System der Klimate“  von 1936 lieferte die erste objektive Klimaklassifizierung der Erde und gilt noch heute als wegweisend.