Rückblick: Klimaforschung in Hamburg

 

2012: CliSAP geht in die zweite Runde

Am 15. Juni wurde entschieden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Hamburger Exzellenzcluster für Klimaforschung weitere fünf Jahre. Die CliSAP-Partner – die Universität Hamburg, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und das Deutsche Klimarechenzentrum – setzen damit ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit fort. Sprecher Martin Claußen: "Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Jetzt können wir unser Forschungsprofil weiter stärken und die interdisziplinäre Klimaforschung ausbauen."

 

2011: Neues Forschungszentrum CEN

Die universitären Naturwissenschaften des KlimaCampus setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und gründen das CEN Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit an der Universität Hamburg. Dieses löst das Zentrum für Meeres- und Klimaforschung ab, das bereits seit 1989 einen Teil der Institute bündelte. Gemeinsam mit dem Centrum für Globalisierung und Governance (CGG) stützt das CEN die interdisziplinären Strukturen, die durch die Exzellenzinitiative geschaffen wurden.

 

2009: Der KlimaCampus wächst zusammen

Die interdisziplinäre Forschung am KlimaCampus nimmt zunehmend Form an, die Zahl der institutsübergreifenden Projekte steigt. Der Exzellenzcluster ermöglicht, dass Wissenschaftler nicht nur an der Universität, sondern auch direkt im Max-Planck-Institut für Meteorologie oder dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht arbeiten. Für die gemeinsame Betreuung der Doktoranden steht jetzt zusätzlich die School of Integrated Climate System Sciences (SICSS) zur Verfügung.

 

2007: Ausgezeichnete Forschung - Exzellenzcluster CliSAP

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnet das erstklassige Hamburger Forschungsumfeld aus. Der Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ (CliSAP) wird im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. Der Cluster ist gleichzeitig Keimzelle des KlimaCampus. Beteiligt sind die Universität Hamburg, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und das Deutsche Klimarechenzentrum.

 

2003: Institutsmauern fallen - das ZMAW entsteht

Die Meeres-, Klima- und Erdsystemforschung im Hamburger Raum fusioniert. Universität und Max-Planck-Gesellschaft gründen das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW), erhalten ein neues Gebäude und forschen fortan unter einem Dach. 2005 wird das Helmholtz-Zentrum Geesthacht assoziiertes Mitglied. Diese Partner sind auch die Hauptnutzer des Großrechners im Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ), das sich in direkter Nachbarschaft befindet.

 

1975: Hamburg forscht fächerübergreifend - Gründung MPI

Bereits in den 1970er Jahren werden an der Universität Hamburg die starren Fächergrenzen überwunden: Meteorologie, Ozeanographie, Hydrobiologie und Meereschemie beginnen, das Klima gemeinsam zu erforschen. Der hohe Standard dieser wissenschaftlichen Arbeit führt 1975 außerdem zur Gründung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M). Der Standort Hamburg ist seitdem für Grundlagenforschung zum Klimasystem international bekannt.

 

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts: Meteorologie in Hamburg

1875 wurde auf dem Stintfang am Hamburger Hafen die Deutsche Seewarte gegründet. Aufgaben waren Maritime Meteorologie, Instrumenten- und Chronometerprüfung sowie Wetterkunde. Als wichtiger Standort bestätigt wurde die Hansestadt auch durch die Gründung der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft im November 1883. Sitz der Gesellschaft war ebenfalls die Seewarte. Nach der Zerstörung 1945 gingen die Aufgaben der Deutschen Seewarte auf das Deutsche Hydrographische Institut über und schließlich 1990 auf das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Bis heute erinnert die Seewartenstraße oberhalb der Landungsbrücken an die Ursprünge der Meteorologie in Hamburg.