KlimaCampus stellt neue SMOS-Daten vor
20.02.2012

Am Freitag kamen am KlimaCampus mehr als 50 Vertreter der wichtigsten europäischen Eis- und Wetterdienste sowie Klimaforschungs-Institutionen zusammen, um sich über neue SMOS-Daten auszutauschen. SMOS (Soil Moisture & Ocean Salinity) ist ein Fernerkundungssatellit, den die Europäische Weltraumagentur ESA im November 2009 ins Weltall schickte.

Fotos vom SMOS Workshop, Teilnehmer und Redner

Mehr als 50 Interessierte kamen zum SMOS Workshop nach Hamburg. Darunter Yann Kerr, "Vater" der SMOS-Mission (2. Reihe links außen)

Prof. Lars Kaleschle vom KlimaCampus stellt das neue SMOS-Produkt vor

Susanne Mecklenburg ist die SMOS-Mission Managerin; Fotos: UHH/KlimaCampus/Hiller

Gerade rechtzeitig zum Workshop konnte ein Konsortium bestehend aus den Universitäten Hamburg und Bremen, dem Alfred-Wegener-Institut aus Bremerhaven, dem Dänischen Meteorologischen Institut (DMI) und dem Finnischen Meteorologischen Institut unter der Leitung von Prof. Lars Kaleschke vom KlimaCampus eine neue Methode zur Bestimmung der Meereisdicke mithilfe von SMOS-Daten vorstellen.

"Neben der Anwendung in der Klimaforschung sind die neuen Daten zu Meereis-Dicken nützlich, um Wettervorhersagen zu verbessern", erklärt Kaleschke. Denn wie dick das Eis ist, beeinflusst maßgeblich den Wärmeaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre. Es scheint auch von Bedeutung für das Wetter in Nordeuropa zu sein. Die Ergebnisse werden in Kürze in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht.

Opens external link in new windowKaleschke, L., X. Tian-Kunze, N. Maaß, M. Mäkynen, and M. Drusch (2012), Sea ice thickness retrieval from SMOS brightness temperatures during the Arctic freeze-up period, Geophys. Res. Lett., doi:10.1029/2012GL050916, in press.